Geschichte ist nicht immer gleich Vergangenheit – Deutschlands Rolle im Prozess der Kolonialisierung zeigt, wie sehr die damaligen Entscheidungen und Handlungen bis heute nachwirken und unsere Gegenwart prägen: die Rückgabe von Kulturgütern, die Anerkennung historischer Verbrechen und die Frage nach gerechter Erinnerungskultur bestimmen die öffentliche Diskussion.
Unser neuer Film “Deutsche Kolonien – Imperialismus am Beispiel Afrikas” beschreibt den Einstieg Deutschlands in den imperialistischen Wettlauf der Länder Europas.
Der Film thematisiert die vermeintliche Legitimation des Anspruchs auf Herrschaft durch wirtschaftliche Interessen, rassistische Ideologien und propagandistische Legenden. Beleuchtet wird u.a. die Niederschlagung des Freiheitskampfes der Herero und Nama in jener Zeit.
Persönliche Wortmeldungen von Nachfahren machen die Nachwirkungen jener Zeit bis heute nahbar und sichtbar: ungleiche Landverteilung, soziale Ungleichheit, kulturelle Verluste und die schwierige Rückgabe menschlicher Überreste und kultureller Objekte – selbst das Finden einer respektvollen, korrekten Sprache, um die kulturelle Identität auszudrücken und das Geschehene aufzuarbeiten, ist schwierig. Umso wichtiger ist es, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Thema auseinandersetzen und damit die Geschichte und Gegenwart verstehen.
Die Schülerinnen und Schüler
📌 charakterisieren den Imperialismus am Beispiel Afrikas.
📌 stellen Ursachen der Dekolonisierung nach 1945 dar.
📌 können unterschiedliche Materialien auch unter Einbeziehung digitaler Medien kritisch analysieren.
📌 können historische Sachverhalte in ihren Wirkungszusammenhängen analysieren.
Der Film und umfassendes Begleitmaterial mit wiederholenden und vertiefenden Aufgaben bieten Lehrkräften fundiertes Material zum Thema Kolonialismus. Gleichzeitig werden Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert, globale Verantwortung zu erkennen und zu übernehmen.

