Wissen Sie, um welchen Vogelruf es sich handelt, wenn Sie beim Spazierengehen ein „kiwitt-kiwitt“ hören? Es ist der Kiebitz – ein Akrobat der Lüfte und Überlebenskünstler gleichermaßen.
Der Kiebitz mit seinem markanten Federschopf und dem metallisch schimmernden Gefieder gehört zur Familie der Regenpfeifer. Er ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein echter Flugkünstler. Besonders spektakulär ist sein Balzflug: Die Männchen steigen steil in die Luft, stürzen kopfüber hinab und zeigen dabei abwechselnd ihren weißen Bauch und den dunklen Rücken.
Auch beim Schauspielern zeigen Kiebitze außerordentliche Fähigkeiten. Als Bodenbrüter müssen sie ihre Eier besonders gut schützen und ihre Küken als Nestflüchter sicher führen. Zwar sind die Kleinen durch ihr Federkleid perfekt getarnt, doch haben die Eltern besondere Schutzstrategien entwickelt. Mit raffinierten Ablenkungsmanövern – etwa dem berühmten sterbenden Schwan – locken sie Feinde wie Fuchs oder Iltis vom Nest weg. Weidetiere halten sie durch gezielte Flugattacken davon ab, die Jungen versehentlich zu zertreten.
Wie so oft ist jedoch auch der Mensch ein Feind des Kiebitzes: Feuchte Wiesen und Moore, sein natürlicher Lebensraum, verschwinden. Intensivere Landwirtschaft und Entwässerung setzen ihm zu – die Zahl der Brutpaare ist in Deutschland um über 90 % eingebrochen.
Der Film zeigt Schülerinnen und Schülern die Merkmale und Lebensweise des Kiebitzes und macht deutlich, warum er zu Recht zum Vogel des Jahres 2024 gewählt wurde.
Lernziele und Kompetenzen:
📌 erläutern die Angepasstheit von Arten an einen Umweltfaktor
📌 stellen den Wert von Artenvielfalt dar
📌 können Tiere und Pflanzen eines Lebensraums exemplarisch beschreiben, benennen und unterscheiden
📌 die Angepasstheit von Tieren und Pflanzen an ihren jeweiligen Lebensraum beschreiben.

